Freitag, 15. August 2014

Watzke packt Reus bei der Ehre...



Die Hüte sind in den Ring geworfen, die Messer gewetzt und die Scheckbücher gezückt. Sämtliche europäische Spitzenklubs warten auf den kommenden Sommer, wenn Marco Reus für voraussichtlich 25 Millionen Euro auf den Markt kommt. Auf verbaler Ebene hat Karl-Heinz Rummenigge den Poker längst eingeleitet. Der Vorstandsboss des FC Bayern München wähnt Borussia Dortmund in einer aussichtslosen Situation. Er gehe davon aus, „dass es für Borussia Dortmund schwer wird, die Klausel für Reus rauszukaufen. Der Spieler hat hohe Nachfrage bei den europäischen Topklubs“.

Ganz anders sieht das sein Widersacher der vergangenen Wochen, Hans-Joachim Watzke. „Wir können mittlerweile eine ganze Menge mehr bieten, auch ökonomisch“, stellt der BVB-Geschäftsführer gegenüber ‚Sky Sport News HD‘ klar. 4,5 Millionen Euro Jahresgehalt streicht Reus momentan ein. Dem Vernehmen nach bieten die ‚Schwarz-Gelben‘ eine saftige Erhöhung auf sechs Millionen Euro. Zum Vergleich: Kumpel Mario Götze und DFB-Kollege Toni Kroos, die beide die gleiche Berateragentur wie Reus haben, kassieren bei ihren Klubs zweistellige Millionenbeträge.


Watzke baut auf ‚Echte Liebe‘

 

Schon um das Gehaltsgefüge bei der Borussia nicht zu sprengen, wird Manager Michael Zorc das Gebot nicht mehr exorbitant erhöhen. Watzke setzt stattdessen auf andere Faktoren. Der BVB plane ein Paket aus „seiner Heimatstadt, den Emotionen zum BVB und einem durchaus vernünftigen wirtschaftlichen Angebot“. Darüber hinaus würden sportliche Argumente sicherlich schwer ins Gewicht fallen. Den ersten Schritt, die bayrische Dominanz zu brechen, gelang den Dortmundern ohne Reus am Mittwoch im Supercup, als Jürgen Klopps Team den Bayern beim 2:0 keine Chance ließ.

Im Signal Iduna-Park ist man sich bewusst, dass der Rekordmeister wohl vor allem in der Anfangsphase der Saison angreifbar sein wird. Sollte sich irgendwann die Chance bieten, Reus davon zu überzeugen, seine Ausstiegsklausel zu verkaufen, dann wohl vor allem vor dem Winter. „Wir können zwar nicht mit Manchester City, Paris St. Germain oder Bayern München mithalten, aber mit Erdnüssen zahlen auch wir schon länger nicht mehr“, so Watzke. Den Fehdehandschuh von Lieblingsgegner Rummenigge hat der BVB-Boss längst aufgenommen.

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