Montag, 3. November 2014

Wegen Reus: Watzke schießt gegen Rummenigge...

Nach dem Sieg der Bayern in der Bundesliga gegen den BVB geht der Verbalzoff zwischen den Clubs in die nächste Runde. Dortmunds Geschäftsführer Watzke attackiert Bayerns Vorstandsboss Rummenigge mit scharfen Worten wegen dessen Vorstoß im Fall Marco Reus.


Erst das Duell auf dem Rasen, das die Bayern verdient gegen den BVB gewonnen haben. 2:1 für die Münchner nach einem packenden Spitzenspiel in der Bundesliga. Doch dann, am Morgen danach, kommen (mal wieder) böse Worte zwischen den beiden Topclubs des deutschen Fußballs auf. Und zwar im „Doppelpass“ beim TV-Sender Sport1, wo BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu Gast ist.


"Nach oben hin offene Heuchel-Skala"

Es geht dort mal wieder um Marco Reus, den Nationalspieler des BVB, dessen Verpflichtung man beim FC Bayern diskutiert. Im August hatte Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Ausstiegsklausel von 25 Millionen Euro im Vertrag von Reus ausgeplaudert, zuletzt sagte er, ein junger deutscher Nationalspieler sei für Bayern immer interessant, er wolle aber „keine Unruhe in Dortmund“ entfachen. Auf diesen Satz angesprochen sagte Watzke jetzt: „Auf der nach oben hin offenen Heuchel-Skala ist das ein ziemlicher hoher Wert.“

Dann legte Watzke so richtig los gegen Rummenigge und meinte: „Vertragsdetails auszuplaudern, das macht man doch einfach nicht.“ Watzke sagt, es sei legitim, Reus haben zu wollen, „aber wenn man das macht, muss das doch nicht öffentlich stattfinden.“

Watzke: „Wenn sie ihn haben wollen, dann können sie das beim Spieler oder beim Berater klarmachen. Aber ich erwarte, dass man das mit Respekt macht. Die Bayern wollten die Mannschaft, die ihnen so viele Schwierigkeiten bereitet hat, zerstören. Dabei sind sie ja auch weit gekommen. Und wenn sie tatsächlich künftig an Weihnachten Meister werden wollen, können sie das machen, das ist ja auch ihre Aufgabe, aber dann bitte mit Respekt und Niveau“.

Sonntag, 2. November 2014

Frage zu Marco Reus: Klopp im Studio des ZDF mit Reporter Büchler...

Lange behält Jürgen Klopp nach der für ihn frustrierenden BVB-Niederlage beim FC Bayern die Ruhe. Nach einer Frage zum möglichen Wechsel von Marco Reus nach München platzt es aus ihm heraus – einem ZDF-Reporter unterstellt er mangelnde Sensibilität.



Eigentlich ist die Konstellation ja überraschend. Viele Jahre hat Jürgen Klopp erfolgreich als Trainer bei Mainz 05 gearbeitet, den Verein hat er in die Bundesliga geführt, in der Stadt wird er wie ein Held verehrt.

Mit dem Mainzer TV-Sender ZDF aber verbindet den Trainer von Borussia Dortmund eine wenig harmonische Beziehung. Zum wiederholten Mal nun geriet Klopp mit einem ZDF-Mann aneinander.

Büchler fragte Klopp nach der Zukunft von BVB-Star Marco Reus, über dessen Wechsel nach dieser Saison zum FC Bayern spekuliert werde. Der Trainer wischte sich einmal über den Mund, sagte dann trocken: „Das ist jetzt ihrer fehlenden Sensibilität geschuldet, dass es Ihnen eigentlich völlig wurscht ist, wie es Ihrem Gegenüber geht. Sie arbeiten einfach Ihre Frage ab. Aber das Thema ist jetzt wirklich nicht mein Thema. Aber ja, wenn man so dasteht wie wir, dann muss man wohl alles über sich ergehen lassen.“


"Das Ding ist durch, oder?"

Bereits in der vergangenen Saison hatte Klopp so seine Probleme mit Fragestellern des ZDF. Nach einem 0:3 in der Champions League bei Real Madrid hatte er sich sehr über die Frage geärgert, dass „das Ding durch“ sei. Ein anderes Mal geriet er beim Live-Interview mit dem Fußball-Experten des Senders, Oliver Kahn, aneinander.

Samstag, 1. November 2014

Der FC Bayern bittet den BVB zum Tanz...

FC Bayern gegen Borussia Dortmund. Der Bundesliga-Gipfel der vergangenen Jahre. Die Neuauflage des Champions League-Finals von 2013. An Titeln für das Aufeinandertreffen der beiden Erzfeinde der letzten Jahre mangelt es nicht. Dennoch war die Ausgangslage vor der Partie selten so eindeutig wie am morgigen Samstagabend. Die Bayern spielen himmelhochjauchzend. Der BVB befindet sich in der größten Krise der Ära Klopp. Trotz alledem könnte der deutsche Rekordmeister für Dortmund genau zum richtigen Zeitpunkt kommen.




Am heutigem Samstagabend kommt es zum vermeintlichen Gipfeltreffen der beiden schärfsten Kontrahenten der letzten Jahre. Doch nie war der tabellarische Abstand zwischen beiden Teams größer als aktuell. Schon seit Wochen fliegen die verbalen Giftpfeile durch die hiesigen Gazzetten. Während die Bayern-Fans sich am Misserfolg des stärksten Widersachers der jüngeren Vergangenheit erquicken, können die Anhänger der ‚Schwarz-Gelben‘ die ungeliebte Konkurrenz aus der bayrischen Landeshauptstadt nur noch aus weiter Ferne sehen.

Kaum etwas spricht in der aktuellen Situation für die Borussia. In den letzten sechs Bundesligapartien hagelte es sage und schreibe fünf Niederlagen. Einzig gegen den VfB Stuttgart konnte am 5. Spieltag ein Punkt geholt werden (2:2). Aktuell dümpeln die Westfalen auf Rang 15 herum, einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz, den der Hamburger SV belegt. Und dennoch – mit dem Rücken zur Wand spielt es sich häufig am einfachsten. Selten waren die Bayern in den letzten fünf Jahren vor dem Duell mit dem BVB so turmhoch favorisiert wie in diesem Jahr. Dabei ist das nicht der einzige Aspekt, der den krisengeschüttelten Dortmundern in die Karten spielen könnte.

„Unsere Spielweise ist super für den BVB“, weiß auch Bayern-Trainer Pep Guardiola und wird entsprechend seine Lehren ziehen. Trotzdem dürfte die Borussia in der Rolle des klaren Außenseiters überaus unangenehm zu spielen sein. Sicherlich wird sich Jürgen Klopp den Auftritt der Namenscousine aus Mönchengladbach angeschaut haben, die die scheinbar unbezwingbaren Bayern vergangenes Wochenende beim 0:0 am Rande einer Niederlage hatte.

So hat der optimistische BVB-Fan wahrscheinlich die leise Hoffnung, dass das Duell mit den Bayern endlich den Wendepunkt in dieser bisher so verkorksten Spielzeit darstellt und die Borussia schon bald wieder zurück ist – zumindest im Kampf um Europa.