Samstag, 18. Oktober 2014

Klopp: Aubameyang bei Afrika-Cup Ebola gefährdet?

Dortmund-Trainer Jürgen Klopp sorgt sich um die Austragung des Afrika-Cups angesichts der Ebola-Epidemie. Der Trainer des BVB warnt davor, das Virus zu unterschätzen und meint: Es ist keine Situation, in der man über Sport sprechen sollte.



Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp bereitet eine planmäßige Austragung des Afrika-Cups angesichts der Ebola-Epidemie im Westen des Kontinents Sorgen. „Fakt ist, dass ich mir viele Gedanken darüber mache“, sagt Klopp: „Wenn ein Land das Gefühl hat, das aus diesem Grund nicht richtig stemmen zu können, muss man das ernst nehmen. Dann darf man nicht die Augen verschließen und sagen: Wir ziehen den Afrika-Cup durch.“



Afrika-Verband sieht keine Gefahr

Klopp nimmt damit Bezug auf den Vorstoß von Gastgeber Marokko, den Afrika-Cup 2015 angesichts der grassierenden Krankheit zu verschieben, Grund sind Sicherheitsbedenken. Die Afrikanische Fußball-Konföderation CAF teilte in einer ersten Reaktion jedoch mit, dass es „keine Änderungen im Ablaufplan der Spiele und Events“ geben werde. Die Kontinentalwettkämpfe sollen vom 17. Januar bis 8. Februar stattfinden.

„Ich habe da nichts zu sagen, das entscheiden andere Leute“, sagt Klopp: „Wenn man aber sieht, welche Staaten betroffen sind, ist das keine Situation, in der man über Sport sprechen sollte.“ Klopp habe zuletzt auch mit Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang über dieses Thema gesprochen, um den 25-Jährigen zu sensibilisieren. Der Stürmer spielt mit der Auswahl Gabuns um die Qualifikation für das Turnier.

Die drei am stärksten von Ebola betroffenen Länder sind Guinea, Sierra Leone und Liberia. Guinea und Sierra Leone sind noch in der Qualifikationsrunde aktiv. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind bislang rund 4000 Menschen an Ebola gestorben, die Tendenz ist deutlich steigend.

Freitag, 17. Oktober 2014

Die Rückkehrer: Reus, Gündogan und Mkhitaryan...

Der Seuchen-Start in die Bundesliga ist beim BVB nicht zuletzt durch die 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV perfekt. Der Ruhrpott-Klub will unbedingt zurück in die Spur. Am Samstag gegen Aufsteiger 1. FC Köln sollen drei Punkte her. Große Hoffnungen ruhen beim BVB auf drei Rückkehrern: Nationalspieler Marco Reus, dem Langzeitverletzten Ilkay Gündogan und dem Armenier Henrikh Mkhitaryan.



Die Länderspielpause verbreitete bei den DFB-Fans wenig Freude. Doch bei Dortmunds Anhängern dürfte das Gegenteil der Fall gewesen sein.

Während der Bundesliga-freien Zeit konnte sich das Borussen-Trio weiter rehabilitieren und erste Einsatzminuten im Testspiel gegen Viktoria Köln absolvieren. Beim 3:2-Sieg stachen Reus und Mkhitaryan sogar als Torschützen heraus. "In diesem Fall hat die Bundesligapause gutgetan", zog Michael Zorc eine positive Bilanz.

Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel äußerte sich auch Trainer Jürgen Klopp über die Länderspielpause und seine Rückkehrer: "Es sind alle einen Schritt weiter. Die Situation ist, dass wir deutlich zu wenige Punkte haben und deshalb alle hoffen, die Jungs (Reus, Gündogan und Mkhitaryan, Anm. d. Red.) wieder auf dem Platz zu sehen."

Die Ausnahmespieler der Dortmunder sollen Fans und Verein wieder glücklich machen. Alle drei sind fit und stehen für das Spiel beim 1. FC Köln (Samstag ab 15:30 Uhr im Liveticker bei eurosport.yahoo.de) im Aufgebot. Klar ist jedoch, dass das Trio nicht bei 100 Prozent ist: "Sie sind wieder da. Jetzt geht es aber darum, inwiefern sie intensiven Bundesliga-Fußball spielen können, " sagte Klopp.

Reus soll nach seiner Verletzung (Außenbandteilriss im linken Sprunggelenk), genau wie Mkhitaryan (knöcherner Bandausriss an der rechten Fußwurzel), die vermissten Offensiv-Impulse ins Dortmunder Spiel zurückbringen. Der deutsche Nationalspieler absolvierte seine letzte Begegnung vor seinem Ausfall gegen Augsburg und brachte seine Mannschaft fast im Alleingang auf die Siegerstraße (Tor und Assist beim 3:2-Sieg).

Seither musste der BVB auf Reus verzichten. Doch ohne den 25-Jährigen und Mkhitaryan fehlt es Dortmund an Torgefahr - der BVB erzielte lediglich neun Treffer in sieben Bundesligaspielen. In der vorherigen Saison hatte der Ruhrpott-Klub zu diesem Zeitpunkt bereits 21 (!) Treffer auf dem Konto. Zwar steht der Vizemeister in dieser Saison in der Abwehr nicht optimal, doch für Klopp ist das kein Grund für eine defensivere Ausrichtung: "Wir werden keinen Bus vor unser Tor stellen", so Klopp.

Auf Rückkehrer Gündogan freut sich der Verein besonders. 14 Monate nach seinem letzten Einsatz für die Schwarz-Gelben ist der Mittelfeldspieler heiß auf sein Debüt. Teamkollege Kevin Großkreutz bestätigte: "Er hat richtig Bock zu spielen. Das sieht man jeden Tag." Der Regisseur soll seine alte Rolle übernehmen, die Defensive fleißig beackern und nach vorne ein gutes Auge für seine Mitspieler beweisen.

Die Rückkehr der Leistungsträger ist ein Lichtblick in der bisher enttäuschenden Saison des BVB. Bei einem erfolgreichen Spiel gegen Köln unter Mitwirkung von Reus, Mkhitaryan und Gündogan könnte das leidende Schwarz-Gelbe Herz wieder schneller schlagen. Für Klopp ist vor der Rückkehr seiner Stars klar: "Für uns beginnt jetzt der Rest der Saison."



Dienstag, 14. Oktober 2014

Gerüchteküche: Manchester United will Hummels...

Der BVB ist mittlerweile gewohnt, dass in regelmäßigem Rhythmus mehr oder weniger fundierte Gerüchte über das Interesse internationaler Topklubs an Mats Hummels durch die Presse geistern. Das neueste stammt aus England und dreht sich um den FC Arsenal.



Mit finanziellen Reizen kann man Mats Hummels nicht locken. „Es wird immer Klubs geben, die mehr als der BVB zahlen, aber in meiner Zeit gab es hier enormen Fortschritt. Ich glaube, dass mir das reicht. Wenn ich irgendwann mal im Ausland spielen möchte, wird Geld nicht der Grund sein“, sagte der Nationalspieler vor rund zwei Wochen. Insofern muss den Verantwortlichen bei Borussia Dortmund nicht bange sein, dass Hummels im kommenden Sommer auf seinen Abschied drängen könnte.

Es sei denn, die ‚Schwarz-Gelben‘ können die sportliche Talfahrt in der Bundesliga nicht stoppen. Dann nämlich sind die Interessenten wohl nicht so chancenlos wie bislang vermutet. Neben Manchester United nennt die ‚Daily Mail‘ am heutigen Montag den FC Arsenal als ernsthaften Bewerber. „Wenger könnte großes Geld für die Verpflichtung von Mats Hummels einsetzen“, heißt es in der Meldung des englischen Boulevardblatts. Dort stehen mit Laurent Koscielny und Per Mertesacker lediglich zwei gelernte Innenverteidiger im Kader. Der polyvalente Calum Chambers ist zudem wegen der Verletzung von Mathieu Debuchy bis auf weiteres als Rechtsverteidiger eingeplant.

Es ist schön zu hören, dass große Klubs an einem interessiert sind. Ich nehme das als Kompliment. Aber es beeinflusst mich in keiner Weise“, kommentierte der 25-Jährige zuletzt die Gerüchte um seine Zukunft. Und: „Es gibt aktuell keinen Verein auf der Welt, bei dem ich glücklicher wäre. Wenn ich irgendwann einmal woanders hingehen möchte, dann möchte ich, dass das für alle hundertprozentig sauber und offen abläuft.“

Bis 2017 ist Hummels noch an den BVB gebunden. Auf einen vorzeitigen Abschied deutet zunächst einmal wenig hin. Doch die Verlockungen aus dem In- und Ausland werden in den kommenden Jahren sicher nicht abreißen.