Freitag, 2. Januar 2015

Baba: BVB streckt seine Fühler aus...

Abdul Rahman Baba zählt zu den großen Shootingstars der Bundesliga-Hinrunde. Für den FC Augsburg verpasste der pfeilschnelle Linksverteidiger keine einzige Partie. Nun hat Borussia Dortmund die Fühler ausgestreckt.




Nominell ist Borussia Dortmund auf der Linksverteidiger-Position gut besetzt. Mit Erik Durm und Marcel Schmelzer duellieren sich immerhin zwei Nationalspieler um den Stammplatz. Allerdings blieben beide in der Hinrunde weit hinter den Erwartungen zurück. Hinzu kommt, dass Durm als Rechtsfuß grundsätzlich auf der anderen Seite stärker einzuordnen wäre. Die Folge: Michael Zorc wird wohl im kommenden Sommer frischen Wind hineinbringen.

Laut einem Bericht der ‚Bild‘ baggert der Dortmund Manager an Abdul Rahman Baba vom FC Augsburg. Der dynamische Ghanaer kam im Sommer von Greuther Fürth und bestritt sämtliche Hinrundenpartien. Dabei überzeugte der 20-Jährige auf ganzer Linie. Unter anderem stand Baba am 17. Spieltag in der FT-Top-Elf. Vor allem offensiv trat der technisch versierte Nationalspieler dabei wesentlich häufiger in Erscheinung als Schmelzer und Durm.

Babas Vertrag bei den Augsburgern läuft noch bis 2019. Ein Schnäppchen wäre er also nicht. Dafür könnte er den Etablierten Druck machen und Durm wäre frei für die rechte Abwehrseite. Großkreutz könnte in dem Fall wieder dauerhaft ins Mittelfeld vorrücken und womöglich helfen, den drohenden Abgang von Marco Reus aufzufangen.

Eine Verpflichtung schon im Winter käme derweil nicht infrage. Weil Baba in dieser Saison bereits für Augsburg und Fürth auflief, wäre er für den BVB nicht spielberechtigt. „Ich konzentriere mich auf den FCA“, stellte der Youngster vor einigen Tagen klar, als Gerüchte über einen möglichen Wechsel in die Serie A die Runde machten. Für den kommenden Sommer könnte die Borussia trotzdem ein sehr interessantes Thema werden.



Donnerstag, 25. Dezember 2014

Watzke kündigt Verstärkungen an, Heynckes empfiehlt Klose...

Dortmund befindet sich in der Krise. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Winterpause gibt den Borussen ein wenig Zeit, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Nach der Krisensitzung am Sonntag war jedenfalls klar, dass Verstärkungen her müssen. Der Transfer von Kevin Kampl ist bereits eingetütet. Zudem wird Weltmeister Miroslav Klose bei den ‚Schwarz-Gelben‘ von einem ehemaligen Widersacher ins Gespräch gebracht.




Endlich Winterpause. Endlich bekommen die Anhänger von Borussia Dortmund ein wenig Zeit, sich von den zahlreichen sportlichen Rückschlägen der vergangenen Wochen und Monate zu erholen. Erholung können sicherlich auch Trainer Jürgen Klopp, Sportdirektor Michael Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gebrauchen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Urlaub des Führungstrios aufgrund der sportlichen Talfahrt eher kurz ausfallen wird. Stattdessen werden sie sich mit einer gründlichen Analyse und Aufarbeitung der vergangenen Hinrunde beschäftigten müssen.


Watzke kündigt Verstärkungen an

Trotz der sportlichen Misere hatte der Dortmunder Geschäftsführer vor kurzem noch Verstärkungen im Winter kategorisch ausgeschlossen. In der Zwischenzeit hat er seine Meinung jedoch deutlich revidiert. „Vor dem Hintergrund, dass wir in der Vorbereitungsphase, die für uns elementar ist, einige Offensivspieler nicht zur Verfügung haben, ist es wahrscheinlicher, dass wir noch einen Offensivspieler holen und nicht einen defensiven“, so Watzke.

Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis der BVB den Worten des Vereinsbosses Taten folgen ließ. Nur einen Tag nach ihrer Krisensitzung schlugen die Borussen auf dem Transfermarkt zu und verpflichteten Kevin Kampl von RB Salzburg. Obwohl in Fachkreisen eher damit gerechnet wurde, dass der 24-jährige Offensiv-Allrounder Salzburg erst im Sommer verlässt, ging dann doch alles ganz schnell. Der slowenische Nationalspieler unterschrieb beim BVB einen Vertrag bis 2019 und soll rund zwölf Millionen Euro kosten.


Heynckes empfiehlt Klose

Bereits am Sonntag hatte Jupp Heynckes den Dortmunder empfohlen, in der Offensive nochmal personell nachzulegen. In der Sendung ‚Sky90‘ brachte der ehemalige Bayern-Coach Miroslav Klose bei den ‚Schwarz-Gelben‘ ins Gespräch. Der WM-Rekordtorschütze sei ein Spieler, der dem BVB in der jetzigen Situation sofort weiterhelfen könne.

Bei Lazio Rom ist die Situation derzeit nicht sehr komfortabel. Die Presse ging mit dem 36-Jährigen zuletzt hart ins Gericht. So bezeichnete die ‚Corriero dello Sport‘ den Stürmer als schlechtesten Lazio-Spieler. Nach dem Transfer von Kampl ist es jedoch unwahrscheinlich, dass die Borussen noch einen weiteren Offensiv-Spieler unter Vertrag nehmen. Selbst wenn Heynckes’ Rat sicherlich auch beim BVB etwas Gewicht hat.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Immobile: "Messer zwischen den Zähnen"

Der Stürmer den BVB-Fans mit einer überraschend starken Leistung sogar die Hoffnung zurückgegeben, dass im schwächelnden Sturm des Krisenklubs schon bald wieder bessere Zeiten anbrechen könnten.




"Zwei Sensations-Momente" von Immobile

Schon nach acht Minuten hatte Immobile sein erstes Highlight gesetzt, als er Pierre-Emerick Aubameyang perfekt mit einer Flanke bediente und der Gabuner zur frühen Führung der Dortmunder vollendete. Danach ackerte und rackerte der ehemalige Torschützenkönig der Serie A und erarbeitete sich einige richtig gute Chancen. Gleich zwei Mal zeigte der Angreifer zudem außergewöhnliche Ballannahmen mit der Brust und scheiterte mit den anschließenden Volley-Schüssen nur knapp an Wolfsburgs gut aufgelegtem Keeper Diego Benaglio (37. Minute, 53.). "Das waren zwei Sensations-Momente. Ciro macht das herausragend gut", lobte Klopp.

Am vergangenen Samstag bei der Pleite in Berlin hätte der Coach den Stürmer nach einer dilettantisch vergebenen Großchance vermutlich noch liebend gerne sofort ausgewechselt. Doch gegen den Tabellenzweiten Wolfsburg klappte plötzlich alles viel besser. Immobile machte ordentlich Meter, um die VfL-Abwehr am Spielaufbau zu hindern, und fand bei eigenem Ballbesitz erstmals über neunzig Minuten Bindung ans Dortmunder Spiel.

Auf einmal passte das Verständnis mit den Teamkollegen und auch das Timing, so dass der Schnittstellenschleicher nur noch relativ wenig im Abseits erwischt wurde. Ein echter Fortschritt für den italienischen Nationalspieler, der in Westfalen noch so sehnlichst auf den großen Durchbruch wartet.


Hoffnung aufs neue Jahr

"Ein Stürmer leidet am meisten drunter, wenn Laufwege nicht verinnerlicht sind", sagte Klopp. Der Coach erinnerte daran, dass sich seine Mannschaft aufgrund der zerstückelten Vorbereitung und der dauernden Verletzungsprobleme bislang nie einspielen konnte. Folglich nahm er seinen Angreifer im Nachhinein für viele schwache Hinrunden-Partien in Schutz.

Mit dieser kleinen Leistungsexplosion im letzten Heimspiel einer Horror-Hinrunde nährt Immobile die Hoffnung, dass vielleicht im neuen Jahr offensiv der Knoten platzt. Bislang kommt der BVB nur auf unterirdische 17 Saisontore in der Bundesliga.


"Messer zwischen den Zähnen"

"Ich freue mich über mein Tor, aber wichtiger ist die Mannschaft. Wenn wir mit dem Messer zwischen den Zähnen spielen wie heute, dann hat es jede Mannschaft gegen uns schwer", sagte der Italiener nach seinem erst dritten Bundesliga-Tor. Selbst für den VfL Wolfsburg war es an diesem Abend schwer, obwohl dieser sich wie ein würdiger Tabellenzweiter der Bundesliga präsentierte. In einem "richtig geilen Fußballspiel", so Gäste-Trainer Dieter Hecking, hatten auch die Niedersachsen große Chancen.

Nur fünf Minuten fehlten Immobile, um zum wahren Matchwinner aufzusteigen. Aber auch mit seinem Anteil am Punktgewinn hat der Angreifer sein Standing im Team schlagartig verbessert. Wenn der jäh abgestürzten Vizemeister am kommenden Samstag in Bremen dagegen ankämpft, das Fußballjahr vielleicht sogar als Tabellenletzter zu beenden, werden die Borussen erstmals voll und uneingeschränkt auf Immobile setzen. Klopp deutet es an: "Hoffen wir einfach, dass Ciro sich heute nicht komplett verausgabt hat und bei Werder noch ein bisschen was im Köcher steckt."

Montag, 15. Dezember 2014

BVB Krise: Fünf mögliche Gründe...

Borussia Dortmund ist nicht in der Lage, die Krise abzuwenden. Die Ursachen für den seltsamen Formverfall sind vielschichtig. Die mangelhafte Integration der Zugänge ist nur ein Teil des Problems. 


1. Mangelhafte Integration der Zugänge

Borussia Dortmund musste in den vergangenen Jahren immer wieder wichtige Leistungsträger abgeben: 2011 verließ Nuri Sahin den Verein, 2012 Shinji Kagawa und 2013 Mario Götze. Konnten diese Abgänge durch eine geschickte Personalpolitik zunächst noch kompensiert werden – Ilkay Gündogan und Marco Reus wurden verpflichtet –, war der Abgang von Robert Lewandowski nicht mehr aufzufangen. Der polnische Stürmer hatte sich mehr und mehr zu einer spielbestimmenden Figur entwickelt.

Speziell in der vergangenen Saison, als sein Wechsel zu Bayern München bereits feststand, war Lewandowskis Rolle für das Dortmunder Spiel bedrohlich dominant geworden: Die Mannschaft verließ sich fast nur noch auf ihn. Ohne Lewandowski hätte es wohl schon früher erste Krisensymptome gegeben.

Da es unmöglich war, Lewandowski zu ersetzen, wurden andere Stürmertypen verpflichtet: Adrian Ramos geht in die Tiefe, lebt von seiner Schnelligkeit, Ciro Immobile ist ein reiner Strafraumstürmer. Strategische Fähigkeiten und herausragende Stärken im Kombinationsspiel wie Lewandowski haben beide nicht. Trotzdem aber versuchen die Dortmunder, weiterhin das Spiel so aufzuziehen, als ob sie einen Schlussspieler von Lewandowskis Klasse hätten. Eine Problematik, die bislang ungelöst ist.


2. Massive Verletzungsprobleme

In Marco Reus und Sokratis hatte Jürgen Klopp in Berlin nur den Ausfall von zwei Stammspielern zu beklagen. Das heißt allerdings nicht, dass alle anderen Profis in guter Verfassung sind. Ob Neven Subotic, Mats Hummels, Marcel Schmelzer, Sven Bender, Ilkay Gündogan, Nuri Sahin, Jakub Blaszczykowski, Henrikh Mkhitaryan – mehr oder wenige alle wichtigen Spieler hatten entweder langwierige Verletzungen hinter sich oder fielen während der Saison immer wieder aus. Bei Mkhiktaryan wurde nun ein Muskelbündelriss diagnostiert, er wird mindestens sechs Wochen fehlen.

Die Vielzahl von Verletzten hatte und hat massive Auswirkungen auf die Statik des Teams. Eine spezielle Hypothek war die von zahlreichen Personalproblemen überschattete Saisonvorbereitung: So rührt die nur mangelhaft vollzogene Integration der Zugänge nicht zuletzt daher, dass sie sich nie mit der Stammmannschaft einspielen konnten, da immer wieder Spieler verletzt waren oder die fünf BVB-Spieler aus dem Weltmeisterkader der Nationalelf erst mit mehrwöchiger Verspätung in die Vorbereitung einsteigen konnten.


3. Auswirkungen der WM

Die Probleme mit dem verspäteten Trainingseinstieg der Weltmeister hatten nicht allein die Dortmunder zu bewältigen. Aber im Gegensatz zu den Stars des FC Bayern, die in deutlich größerer Zahl in Brasilien vertreten waren, fehlten den Borussen schlicht Erfahrungswerte im Umgang mit den zusätzlichen Belastungen durch ein langes, intensives Turnier und vor allem auch mit den Auswirkungen des Titelgewinns.

Es kann kein Zufall sein, dass Erik Durm, Matthias Ginter, Roman Weidenfeller und Kevin Großkreutz massive Formprobleme haben. Weidenfeller verlor sogar nach zehn Jahren seines Status als Nummer eins. Großkreutz war in Berlin nicht einmal im Kader.

Der einzige Dortmunder Weltmeister, dessen Formbarometer derzeit akzeptable Werte aufzeigt, ist tatsächlich der einzige wirkliche Weltmeister: Mats Hummels hat in Brasilien eine wichtige Rolle gespielt. Durm, Ginter, Weidenfeller und Großkreutz waren Statisten beim Sommermärchen – auch dies will mental verarbeitet werden.


4. Unklare Hierarchien in der Mannschaft

Vor Saisonbeginn wurde ein Kapitänswechsel vollzogen. Nach sechs Jahren hatte Sebastian Kehl die Spielführerbinde abgegeben Er wollte den Staffelstab weitergeben, hatte der Ex-Nationalspieler gesagt. Klopp hatte diese Entscheidung akzeptiert und Hummels zum neuen Kapitän ernannt. Doch Hummels sagt selbst, dass er in diese Rolle "noch hineinwachsen muss". Fakt ist: Hummels ist mit seiner Klasse zwar ein wichtiger Faktor für die Lösung der Dortmunder Probleme – aber er verhielt sind in den vergangenen Monaten nicht immer wie ein Kapitän.

Nach dem 0:1 gegen Hannover hatte er sich öffentlich darüber gewundert, dass der Ball beim Gegentor "sehr lange geflogen" ist. "Ich war wirklich überrascht, dass der ins Tor geflogen ist", hatte er gesagt. Eine Kritik an Weidenfeller? Hummels ruderte später zurück. Doch sechs Wochen später saß Weidenfeller tatsächlich auf der Bank.

Es gibt Indizien, dass die Mannschaft nicht mehr so homogen ist wie in den vergangenen Jahren. Vor dem Sieg über Hoffenheim (1:0) war es nicht Hummels, sondern Ex-Kapitän Kehl, der in der Kabine eine Motivationsrede hielt.


5. Mangel an Erfahrung im Abstiegskampf

Zweifel an den eigenen Fähigkeiten und Zweifel an den Fähigkeiten der Mitspieler sind keine ungewöhnlichen Symptome einer so schweren Krise. Besonders dann nicht, wenn sich eine Mannschaft, die für Titelkampf und die Champions League zusammengestellt worden ist, völlig unerwartet in solch einer prekären Situation wiederfindet. Es ist wie ein Kulturschock: Spieler, die sich bislang in erster Linie durch ihre technischen Fähigkeiten und über ihren fußballerischen Anspruch definiert haben, müssen sich komplett anderen Herausforderungen stellen.

Das "Kratzen" und "Beißen" liegt den Dortmundern nicht. Und dem Trainer ist es bislang nicht gelungen, den Profis die Mentalität zu vermitteln, die nötig ist, einen Abstiegskampf erfolgreich bestreiten zu können: Gegentore und Fehler lösen bei den Spieler Selbstzweifel aus. "Ich weiß wie Abstiegskampf geht", beteuert Jürgen Klopp und verweist als Beleg auf seine Zeit als Spieler und Trainer bei Mainz 05. Doch der gravierende Unterschied ist: Für die Mainzer war der Existenzkampf nichts Ungewöhnliches. Die Fallhöhe für die Dortmunder, die im Mai 2013 noch im Champions-League-Finale standen, ist dagegen bedrohlich hoch.

Den Beweis, dass er diesen Sturz stoppen kann, ist Klopp trotz aller Verdienste um den BVB bislang schuldig geblieben. "Ich höre im Wochenrhythmus, was für eine großartige Mannschaft wir sind. Aber diese großartige Mannschaft hat auch großartige Probleme", sagte Klopp und gab Zweifel an seinem Wirken zu: " Wenn du Trainer beim Tabellen-16. bist, dann musst du dich ständig hinterfragen."

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Transfergerüchte: Stephan El Shaarawy vom AC Mailand...

So langsam aber sicher entspannt sich die Personallage bei Borussia Dortmund. Superstar Marco Reus wird allerdings erst im Januar wieder ins Training zurückkehren. Dort könnte er dann laut einem Zeitungsbericht aus Italien auf Stephan El Shaarawy treffen, der momentan mit dem AC Mailand den eigenen Ansprüchen weit hinterherhinkt.



Glaubt man italienischen Medien, könnte der Nationalspieler dann womöglich einen neuen Teamkollegen begrüßen. Laut einem Bericht der Zeitung ‚Corriere della Serra‘ buhlt der BVB mit Nachdruck um Stephan El Shaarawy vom AC Mailand. Demzufolge haben sich Vertreter der ‚Schwarz-Gelben‘ vergangene Woche mit dem Management des Außenstürmers getroffen, um einen Transfer im Winter auszuloten.

Fakt ist: El Shaarawy zählt zu den begabtesten Spielern in Italien. Aufgrund zahlreicher Verletzung konnte der 22-Jährige allerdings nicht halten, was sich Experten vor Jahren von dem technisch überragenden Rechtsfuß versprochen hatten. Und auch in dieser Spielzeit agiert der elffache Nationalspieler bei Milan keinesfalls überragend. Einen Treffer und drei Vorlagen hat der Offensivmann bislang beigesteuert, unter Trainer Filippo Inzaghi ist El Shaarawy nicht immer gesetzt.

Sein Vertrag in der Modestadt läuft noch bis 2018. Ein Schnäppchen wäre der ‚Pharao‘, wie El Shaarawy wegen seines ägyptischen Vaters genannt wird, also nicht. Wohl aber ein Akteur mit außergewöhnlichem Potenzial, der bei entsprechender Entwicklung das Zeug hätte, Reus auf Linksaußen-Position oder auch hinter der Spitze zu beerben.

In rund drei Wochen öffnet der Wintertransfermarkt seine Pforten. Dann wird sich zeigen, ob die Borussia dem Spieler ernsthafte Avancen macht. Ein Problem mit der Spielberechtigung für die Champions League gäbe es zumindest nicht – denn Milan ist in Italien momentan nur biederer Durchschnitt. Für den internationalen Wettbewerb hat sich der Achte der abgelaufenen Saison nicht qualifiziert.

Montag, 8. Dezember 2014

Weidenfeller: Ist das das Ende einer Ära?

Wegen einer „Bauchentscheidung“ von Jürgen Klopp saß Roman Weidenfeller beim 1:0-Sieg gegen Hoffenheim überraschend nur auf der Bank. Plötzlich erscheint die Zukunft des Nationalspielers bei Borussia Dortmund unsicher.



Die etwas überraschende Umstellung von Jürgen Klopp hat sich ausgezahlt. Beim 1:0-Erfolg über die TSG Hoffenheim hielt Mitch Langerak den Kasten sauber – auch wenn der Australier letztlich nicht vor besonders knifflige Aufgaben gestellt wurde. Klar ist aber auch: Klopp hat nun vorerst keinen echten Grund, den eigentlichen Stammkeeper Roman Weidenfeller wieder zwischen die Pfosten zu beordern. Wie die ‚Bild‘ berichtet, spricht einiges dafür, dass Langerak auch in der Champions League-Partie am morgigen Dienstag gegen den RSC Anderlecht im Tor steht.

Was eine dauerhafte Degradierung zur Nummer zwei für Weidenfeller bedeuten würde, kann nur spekuliert werden. Laut ‚Bild‘ wäre in diesem Fall ein vorzeitiger Abschied des Weltmeisters denkbar. Vertraglich ist der 34-Jährige eigentlich noch bis 2016 an Borussia Dortmund gebunden. „Der Trainer hat es ja begründet, es war eine Bauch-Entscheidung. Und keine Entscheidung für die ganze Saison“, macht Michael Zorc dem Routinier Mut.

Klar ist aber auch: Der BVB fahndet bereits seit geraumer Zeit nach einer neuen Lösung auf der Torhüter-Position. Als heißeste Kandidaten wurden in den zurückliegenden Wochen Timo Horn, Kevin Trapp, Roman Bürki und Ron-Robert Zieler gehandelt. Auch Langerak, der sich in vier Jahren bei der Borussia als zuverlässiger Backup präsentiert hat, ist ein potenzieller Nachfolger – und dies offenbar früher als bislang allgemein vermutet.

Abzuwarten bleibt nun, wie Klopp in der Personalie weiter verfährt. So oder so: Ein Abschied von Weidenfeller schon im Winter ist nahezu ausgeschlossen. Dass er über den Sommer hinaus als Ersatzmann bleibt, ist allerdings fast ebenso unwahrscheinlich. Schließlich hat der Ex-Lauterer immer wieder betont, seine Karriere noch einige Jahre fortsetzen zu wollen: „Sicher ist, dass ich meine Karriere 2016 nicht beenden möchte. Ich würde gerne noch ein paar Jährchen dranhängen.“ Wo das dann sein wird, steht momentan in den Sternen.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

BVB: Die Zielsetzung muß sich ändern...

Wie beendet man einen Negativ-Lauf? Unter vielen Aspekten trägt die angeschlagene Psyche zum Absturz von Borussia Dortmund bei. Experten raten, sich von alten Ansprüchen loszusagen. Klopp kündigt eine Reaktion an. 

Die Krise im Dortmunder Fußballtheater ist inzwischen so vielschichtig, dass man als Beobachter leicht den Überblick verlieren kann. Haben sich die Gegner auf die Überfall-Gegenpressing-Pressing-Taktik eingestellt? Hat sich Jürgen Klopp als Trainer verbraucht? Reicht die Kondition der Spieler nicht mehr für den aufwändigen Stil? Sind die Zugänge zu schlecht? Oder die Verletzten zu zahlreich? Fehlt einfach das Glück? Für sich genommen kann nichts davon die Wandlung eines Champions-League-Finalisten 2013 in einen Dezember-Letzten 2014 erklären. Am Ende könnte es die Summe vieler Einzelteile sein.

Nun ist allerdings auffällig, dass die Verantwortlichen zunehmend die Psyche ins Spiel bringen. Sie drängen darauf, dass Spieler wie Trainer sich auf die Realität einstellen: Sich nicht weiterhin als Konkurrent der Bayern fühlen, sondern erst mal Hoffenheim und Berlin schlagen.

"Es sollte eine Zielanpassung erfolgen", rät Henning Plessner, Professor für Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Sportpsychologie an der Universität Heidelberg: "Von außen sieht es ein bisschen so aus, als hätte man sich in Dortmund etwas zu lange an das Saisonziel Champions-League-Platz geklammert." Da sich dieses Ziel von Niederlage zu Niederlage immer weiter entfernt, könne es sein, dass man sich in der Mannschaft nicht mehr auf ein gemeinsames Ziel einigen könne. Der eine möchte gerne international glänzen, der andere mit Kraft und Anstrengung in Paderborn gewinnen. Fehle diese in der Sportwissenschaft sogenannte "aufgabenbezogene Kohäsion", beeinflusse das nachgewiesenermaßen die Leistung einer Mannschaft, sagt Plessner.

Wie man so einen Negativ-Lauf beendet? Außer einer neuen, gemeinsamen Zielsetzung hat auch die Sportpsychologie kurzfristig keine Zaubertränke zu bieten. "Grundsätzlich zielt sportpsychologische Betreuung eher auf mittel- und langfristige Entwicklungen und nicht auf 'Notsituationen'", erklärt Plessner. Doch ob die Dortmunder auf die Notsituation Platz 18 vorbereitet sind? Wie erklärt man hochdekorierten Spielern wie Shinji Kagawa, Henrikh Mkhitaryan und Ciro Immobile oder den Weltmeistern Erik Durm, Kevin Großkreutz und Mats Hummels, dass ihr Maßstab jetzt nicht mehr Bayern München, sondern der Hamburger SV ist?


Montag, 1. Dezember 2014

Klopp: "Wir sind mitten im Abstiegskampf"- Rücktritt?

Es ist schon skurril, was sich gerade bei Borussia Dortmund abspielt. Nach der 0:2-Pleite bei Eintracht Frankfurt ist der große BVB am absoluten Tiefpunkt angekommen, und so muss sich selbst Jürgen Klopp die Frage gefallen lassen, ob er noch der richtige Mann für den Job ist. Klopp, der einst unangreifbare Meistertrainer, der die Schwarz-Gelben wachgeküsst hat. Rauswerfen wird ihn der Klub nicht so schnell, so viel sicher. Daher konzentriert sich alles auf die Frage: Behält der Trainer die Nerven oder wirft er in der schwierigsten Situation seiner Karriere von alleine hin. "Es gibt keine Tendenz dazu. Ich stelle mich der Verantwortung", sagte der Coach nach dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz.


Schon seit Längerem wirkt der BVB-Trainer ratlos, wie er diese prekäre Herausforderung beim taumelnden Champions-League-Finalisten von 2013 meistern soll. Das Spiel in Frankfurt konnte diesen Eindruck nicht ändern. "Wir wollten unsere Lage dramatisch zum Positiven ändern. Das ist uns nicht gelungen. Ganz im Gegenteil", gab Klopp zu. Dennoch sieht sich der 47-Jährige bei den Westfalen noch nicht am Ende. Ein Hintertürchen für eine alternative Lösung lässt er allerdings offen: "Wenn nur das Glück zählt und ein Trainerwechsel das bringt, muss man mich nur anrufen, dann mache ich den Weg frei."

Trotz der dramatischen Lage denkt der Klub aber nicht daran, sein Aushängeschild vor die Tür zu setzen. Alle wissen, was sie Klopp zu verdanken haben. "Wir sind überzeugt, mit Jürgen da unten rauszukommen", sagte Sportdirektor Michael Zorc deutlich.

Immerhin scheinen Verantwortliche und Fans den Ernst der Lage erkannt zu haben. Während die Anhänger ihre Mannschaft nach der enttäuschenden Pleite beim FC Arsenal noch überschwänglich feierten, gab es nach dem erneuten Debakel in der Bundesliga erstmals Pfiffe und vereinzelt sogar Stinkefinger in Richtung der Idole. Auch die Klubchefs sprachen Klartext: "Wir sind mitten im Abstiegskampf", sagte Zorc und forderte möglichst viele Punkte, um vor der Winterpause wenigstens die Abstiegsränge zu verlassen. Bei den ambitionierten Westfalen werden inzwischen ganz kleine Brötchen gebacken, schließlich hat das Team fast drei Mal so viele Bundesliga-Niederlagen auf dem Konto (8) wie der vermeintliche Rivale Bayern München Gegentore (3)!

In Frankfurt kamen die Gegentreffer Nummer 20 und 21 dazu, und wenn die Frankfurter zielstrebiger gewesen wären, hätten es locker noch drei, vier mehr sein können. Es gibt derzeit einfach keine leichtere Aufgabe, als die BVB-Abwehr zu zerlöchern. Den frühen Rückstand kassierten die Borussen nach nur fünf Minuten. Einen Dortmunder Angriff fing die Eintracht lässig ab und mit einem einzigen Steilpass von Marco Russ über 50 Meter war die Borussia bloßgestellt. Alex Meier bedankte sich mit dem 1:0. Das zweite Gegentor war Slapstick pur: Abwehrspieler Matthias Ginter köpfte den Ball am heraus eilenden Torhüter Roman Weidenfeller vorbei und Haris Seferovic musste 13 Minuten vor Schluss nur aufpassen, dass er vor lauter Schadenfreude nicht den Torschuss vergisst. Besser lässt sich der BVB der Saison 2014/15 nicht beschreiben.

Denn zwischen den beiden Nackenschlägen präsentierte sich Schwarz-Gelb zwar bemüht und mit Chancen - aber auch das gehört ja zur Borussia, selbst beste Möglichkeiten liegen zu lassen. Henrich Mchitarjan (7.), Pierre-Emerick Aubameyang (24.) sowie der noch im ersten Durchgang eingewechselte Adrian Ramos (51.) scheiterten am starken Frankfurter Torhüter Felix Wiedewald. Auch Ilkay Gündogan fand mit einem platzierten Freistoß (80.) seinen Meister im Eintracht-Ersatzkeeper. Richtig zwingend wirkten die Dortmunder aber trotzdem nicht. Auch wenn "der Mannschaft der Willen nicht abzusprechen ist", wie Zorc anerkannte, so strahlte der BVB wieder keine absolute Bereitschaft aus, sich zu zerreißen um den ersten Sturz auf Rang 18 seit der Saison 2007/08 zu verhindern.

Donnerstag, 27. November 2014

Bittere Niederlage gegen Arsenal- schlechtestes Spiel der Saison...

Jetzt gewinnt der BVB nicht mal mehr in der Champions League. Die Niederlage beim FC Arsenal zeigt: Die Krise ist längst nicht vorbei. 


Sie wissen, dass sie gerade nicht viel mehr haben, woran sie sich aufrichten können. Mit der verdienten 0:2 (0:1)-Niederlage im Champions-League-Gruppenspiel gegen Arsenal verloren sie ihre letzte Rettungsinsel in der nun schon viele Wochen andauernden Krise. Denn lief es zuvor in der Bundesliga katastrophal, gab es wenigstens noch die Champions League, in der der BVB guten und erfolgreichen Fußball spielen konnte. Die Ausflüge nach Europa seien wie Urlaub vom Alltag gewesen, hatte Klopp zuletzt zugegeben. Auch das ist nun: vorbei.

Rechnerisch fällt diese Partie kaum ins Gewicht; Dortmund war schon vor dem fünften Spieltag für das Achtelfinale qualifiziert gewesen, und auch der Gruppensieg ist noch immer möglich. Doch im Kopf der Spieler wird die Niederlage Spuren hinterlassen, noch mehr Selbstzweifel und Angst.

"Wir brauchen jetzt Ergebnisse, nicht unseren besten Fußball", sagte Klopp nach dem Spiel. Er sprach ruhig und bemühte sich, so sachlich wie möglich zu bleiben. Ihm ist klar, dass er den Druck auf seine Spieler jetzt nicht zusätzlich erhöhen darf, das wäre in dieser Situation fatal. Doch auch so machten seine Worte deutlich, dass der BVB tiefer gefallen ist als je zuvor unter Klopp. Der 47-Jährige gilt als Typ, als Charakterkopf, dafür verehren ihn viele Fußballfans. Vor allem aber ist Klopp bekannt für seine taktische Leidenschaft und Kompetenz, sie machten ihn zu einem der begehrtesten Trainer Europas.

Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet er sich jetzt nicht mehr mit Fußball zu helfen weiß, es gibt keine Lösung mehr, die er auf eine Tafel malen könnte. Die größten Probleme seiner Mannschaft liegen nicht auf dem Platz - und das macht sie so kompliziert. Gegen Arsenal hatte Dortmund sich einen Plan zurechtgelegt, bestärkt durch das 2:0 aus dem Hinspiel. Doch der Gegentreffer durch Yaya Sanogo in der zweiten Minute brachte die Klopp-Elf völlig aus dem Konzept. Aller Mut und alle guten Vorsätze waren mit einem Mal dahin.

Arsenal war ein unangenehmer, aber kein übermächtiger Gegner, aber das schnelle Umschaltspiel überforderte den BVB total. Neben vielen individuellen Fehlern passte auch die Abstimmung untereinander nicht, es mangelte an einer gemeinsamen Idee. Klopp versuchte trotzdem, positive Ansätze zu erkennen: "Es gab Momente, in denen wir das umsetzen konnten, was wir uns vorgenommen hatten", sagte er. Momente, in denen seine Spieler für den letzten Pass perfekt gestanden hätten. Doch leider kam eben dieser nicht, es scheiterte schon an den Schritten zuvor.

Am Wochenende muss Dortmund in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt antreten, danach sind es noch vier Wochen bis zur Winterpause. Vielleicht hilft die körperliche und geistige Auszeit, um Kraft für die zweite Saisonhälfte zu schöpfen. "Man kann sich das Glück im Leben erkämpfen", sagte Klopp, "dann kommt es irgendwann zurück." Von alleine allerdings nur selten.


Mittwoch, 26. November 2014

Klopp: "Wir werden nicht auf Unentschieden spielen"...

Trotz der bislang makellosen Bilanz in der Champions League reist der BVB mit schwerem Gepäck zum FC Arsenal. Die anhaltende Krise in der Bundesliga war auch das beherrschende Thema vor der Abreise nach London - wo dem BVB bereits ein Unentschieden für den vorzeitigen Gruppensieg reicht.


Dortmunds Krise in der Bundesliga ist umso schwerer zu erklären - weil der BVB in Europas Königsklasse bislang ein komplett anderes Gesicht gezeigt hat. Nach vier überzeugenden Siegen mit insgesamt 13:1 Toren hat sich der BVB bereits vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Ein Punkt bei Arsenal würde zudem den wichtigen Gruppensieg bedeuten, mit dem der BVB zunächst einem anderen Gruppensieger aus dem Weg gehen würde. Mit einem Sieg in London könnte der BVB sogar einen deutschen Startrekord für die Königsklasse aufstellen.

Arsenal verspielte vor drei Wochen gegen Anderlecht einen Drei-Tore-Vorsprung und zugleich fast alle Chancen auf den Gruppensieg. Doch auch den Gunners reicht ein Punkt, um sich vorzeitig zumindest den zweiten Platz in der Gruppe zu sichern und zum fünfzehnten Mal in Folge ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen.

Dortmunds Coach Jürgen Klopp stellte vor der Abreise klar, dass er sich auf keine Rechenspielchen einlassen wird - geschweige denn auf einen möglichen Nichtangriffspakt. "Es muss sich keiner Sorgen machen, dass wir die Wertigkeit der Champions League nicht erkennen", sagte Klopp. "Wir werden nicht auf Unentschieden spielen. Wenn wir Fußball spielen, spielen wir nicht mit halber Kraft."

Arsenal hinkt wie der BVB in der Liga hinterher. Mit 15 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Chelsea und dem schlechtesten Saisonstart seit 32 Jahren können die Gunners den Meistertitel praktisch schon abschreiben. Und auch bei den Gunners gibt es Druck von der Klubführung. Nach dem 1:2 am Wochenende gegen Manchester United kritisierte Großaktionär Alischer Usmanow die Personalpolitik von Coach Arsene Wenger.

Wenger reagierte gelassen: "Ich habe in meiner langen Karriere gelernt, mit Kritik umzugehen. Jeder kann seine Meinung haben", sagte der Elsässer, der Arsenal im Gegensatz zu den meisten Experten auf der Insel noch nicht abgeschrieben hat: "Diese Mannschaft wird noch eine starke Saison spielen" , sagte Wenger und lenkte den Fokus dabei vor allem auf die Champions League. "Dortmund hat ein außergewöhnliches Team. Aber wir haben eine gute Chance, sie zu schlagen."

Von den drei Weltmeistern in Arsenals Kader wird wohl nur Per Mertesacker in der Startelf stehen. Mesut Özil ist verletzt, Lukas Podolski kämpft mit seiner Rolle als Dauer-Reservist. Dass der 121-malige Nationalspieler vor dem Dortmund-Spiel im "kicker" seinen Frust abließ ("Ich bin kein Hanswurst, der seinen Vertrag auf der Tribüne aussitzt"), dürfte sein Standing beim Coach zudem kaum verbessert haben.

Der BVB muss den neuerlichen Ausfall seines wichtigsten Offensivspielers Marco Reus verdauen. Millionen-Mann Ciro Immobile, beim Hinspiel noch der Matchwinner, könnte in London mal wieder eine Chance von Beginn an erhalten. Die Innenverteidiger Mats Hummels und Sokratis stehen ebenfalls noch nicht zur Verfügung.



Montag, 24. November 2014

Drei Defensiv-Talente im Fokus...

Die Sommertransfers ließen bisher allesamt zu wünschen übrig. Den Kader verstärken konnte bislang kaum jemand. Entgegen der Vereinsphilosophie der vergangenen Jahre verpflichtete die Borussia insbesondere in der Offensive mit Ciro Immobile und Adrián Ramos zwei nahezu fertige Akteure, die dem Verein bisher kaum weiterhelfen konnten. In der Vergangenheit setzten die ‚Schwarz-Gelben‘ vor allem auf hungrige, hochbegabte Talente, die unter Trainer Jürgen Klopp meist eine hervorragende Entwicklung durchlebten.



Nun wollen die Verantwortlichen beim BVB offenbar auf diesen Weg zurück. Wie ‚Sport Review‘ berichtet, schickten die Dortmunder zuletzt Scouts zu Legia Warschau, um den 16-jährigen Defensiv-Youngster Krystian Bielik beobachten zu lassen. Der 1,89 Meter große defensive Mittelfeldspieler wurde in der ersten Liga Polens, der Ekstraklasa, in dieser Spielzeit bereits dreimal eingesetzt und gilt als eines der größten Talente des polnischen Fußballs. Bekanntermaßen machte der BVB bisher durchweg positive Erfahrungen mit polnischen Talenten. Jakub Blaszczykowski, Lukasz Piszczek und Robert Lewandowski hinterließen allesamt ihren markanten Stempel in Dortmund.

Neben Bielik befinden sich nach Informationen der niederländischen Tageszeitung ‚De Telegraaf‘ zwei weitere Youngster von Feyenoord Rotterdam im Visier der Borussia. Demzufolge beobachteten Scouts des Bundesligisten zuletzt die beiden Feyenoord-Talente Terence Kongolo und Sven van Beek. Der 20-jährige Innenverteidiger, der auch auf der linken Abwehrseite eingesetzt werden kann, wurde zuletzt schon mit Hertha BSC, dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht. Allerdings verlängerte der dreifache Nationalspieler der ‚Elftal‘ seinen Kontrakt im De Kuip erst im Juli bis 2017.

Auch Teamkollege van Beek ist Innenverteidiger. Der 20-jährige 1,90-Meter-Hüne kann aber auch rechts spielen. Feyenoord machte sich in der jüngeren Vergangenheit einen Namen mit hervorragender Entwicklungsarbeit insbesondere in der Abwehrzentrale. Nahezu die gesamte Verteidigung der niederländischen Nationalmannschaft stammt aus Rotterdams Talentschmiede. So etwa Bruno Martins Indi, Daryl Janmaat, Stefan de Vrij oder Ron Vlaar. Die nächsten beiden Toptalente stehen bereit und scheinen demnach ein Thema beim BVB zu sein.


Sonntag, 23. November 2014

Schiri Stark räumt Fehler ein- Reus bis Ende des Jahres verletzt...

Die Leidensgeschichte von Marco Reus geht weiter. Der Top-Star von Borussia Dortmund wird nach einem schweren Foul von Marvin Bakalorz wohl mindestens bei Jahresende ausfallen, auch wenn eine genaue Diagnose noch aussteht. Der Paderborner sah nach der Attacke gegen den Nationalspieler von Schiedsrichter Wolfgang Stark die gelbe Karte. Eine Fehlentscheidung, wie der Unparteiische mittlerweile eingeräumt hat. "Als ich nachher die Zeitlupe gesehen habe, habe ich mich selbst erschrocken und muss sagen: Rot wäre die richtige Entscheidung gewesen", sagte er der "Bild"-Zeitung. 


Er habe im Spiel gesehen, dass Bakalorz "zum Ball grätscht, den Ball auch leicht berührt und danach Reus trifft. Für mich war das in dem Moment Foul und Gelb", so Stark. "Mir tut Marco Reus leid. Wir hatten uns beim Aufwärmen noch unterhalten, und ich habe ihm da gesagt: 'Schön, dass Sie wieder fit und zurück sind.' Ich hoffe sehr für ihn, dass die Verletzung nicht zu schlimm ist."

Auch Jürgen Klopp zeigte sich nach dem Spiel, bei dem seine Mannschaft eine Zwei-Tore-Führung verspielt hatte, betroffen. "Mit fällt es schwer, jetzt über Fußball zu reden", sagte der BVB-Trainer, während Manager Michael Zorc in der Mixed Zone das erste medizinische Bulletin seines Mannschaftsarztes zu Reus verkündete: "Es besteht der Verdacht auf einen Außenbandriss. Auch die Syndesmose soll in Mitleidenschaft gezogen sein." Laut Klopp war das Sprunggelenk "schnell dick geworden" und die Reaktion seines Teams klang nicht so, als ob es eine Entwarnung geben würde: "Alle haben mich angeschaut, als ob eine Katastrophe passiert ist."

Aber nicht nur Reus' erneute Verletzung sorgte dafür, dass Klopp bewusst untertreibend von "keinem guten Tag für uns" sprach. Bereits vor der Auswechslung des Nationalspielers Mitte der zweiten Halbzeit hatte der BVB das Spiel nach einer kontrolliert geführten ersten Halbzeit aus der Hand gegeben und den plötzlich mutigen Paderbornern zu wenig Gegenwehr geliefert.

Die Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang (12.) und Reus (45.+1.) spiegelten zwar das Kräfteverhältnis der ersten Halbzeit wider, mehr als eine durchschnittliche Leistung lieferten die Dortmunder dabei aber nicht ab - im Gegensatz zum aufopferungsvoll kämpfenden Gegner, der sich durch Lukas Rupp (60.) und den Ex-Borussen Mahir Saglik (81.) belohnte.

Und auch wenn Klopp nach dem Spiel anerkennend konstatierte, dass er "kein Problem habe, hier remis zu spielen" und dem SCP "Riesenrespekt" zollte - die Erwartungen der Dortmunder nach dem erhofften Ende der Ligakrise gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) nach zuvor fünf Niederlagen waren sicher andere gewesen. Dass die Abseitsentscheidung bei einem Treffer von Kevin Großkreutz zum vermeintlichen 3:1 zumindest umstritten war, sorgte ebenfalls nicht gerade für eine Verbesserung der Laune - weder bei Watzke noch bei Klopp.

Freitag, 21. November 2014

Watzke spricht über die Zukunft von Reus...

Wirtschaftlich ist Borussia Dortmund außerordentlich gut aufgestellt. Daran ändert auch die sportliche Misere nichts. Größeren Einfluss hätte eine anhaltende Krise auf die Zukunft von Marc Reus. Das weiß auch Hans-Joachim Watzke.

Kräftezehrende Wochen liegen hinter Borussia Dortmund. „Es nimmt mich extrem mit“, sagt Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in den ‚Ruhr Nachrichten‘ über die sportliche Krise, von der niemand weiß, ob sie mit dem hochverdienten und zugleich glücklichen 1:0-Erfolg über Borussia Mönchengladbach beendet ist. Am morgigen Samstag nun muss der BVB beim starken Aufsteiger Paderborn ran. Erst nach dieser Partie wird man ein wenig schlauer sein.

Abseits des sportlichen Tagesgeschäfts hat die Borussia vor allem die Personalie Marco Reus in Atem gehalten. Fast täglich tauchten neue Gerüchte um den Dortmunder Superstar auf. Real Madrid, der FC Barcelona, Manchester United oder der FC Chelsea. Von den internationalen Größen wurde so gut wieder jeder Klub in regelmäßigen Abständen als Interessent genannt. Ebenso wie der FC Bayern, den Karl-Heinz Rummenigge geflissentlich ins Spiel brachte.

Für festgeschriebene 25 Millionen Euro kann Reus im kommenden Sommer wechseln. Die Entscheidung liegt einzig beim Spieler. „Fakt ist, dass er eine sehr hohe Identifikation mit der Stadt, vor allem aber mit dem BVB hat. Es ist eine ganze Menge, was wir in die Waagschale werfen können“, ist Watzke zuversichtlich, räumt aber gleichzeitig ein, „dass er sich leichter tun würde, hier zu bleiben, wenn wir dauerhaft international vertreten wären“.

Auf Tabellenplatz 15 liegt der BVB momentan. Der Rückstand auf den Champions League-Qualifikationsrang, den zurzeit Hannover 96 belegt, beträgt stolze neun Punkte. Finanziell wäre das Verpassen des internationalen Wettbewerbs für den Verein aber keine Katastrophe: „Wir müssen keine Zinsen mehr zahlen, keine Tilgungen mehr leisten. Nullkommanull. Das wird dazu führen, dass wir den Etat anheben können.“ Gute Nachrichten also für den Transfermarkt. Doch Reus wird alles Geld der Welt nicht überzeugen, wenn die sportliche Herausforderung fehlt. Bessere Voraussetzungen für kommende Verhandlungen mit dem Offensivstar zu schaffen hat die Borussia nun selbst in der Hand.

Dienstag, 18. November 2014

Heiße Gerüchte: Zieler kommt zum BVB...

Es entbehrt nicht einer gewissen Brisanz, dass sich heute abend beim Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien ausgerechnet Roman Weidenfeller und Ron-Robert Zieler im Tor abwechseln sollen.


Denn wie jetzt exklusiv aus seriöser Quelle erfuhr, könnte das bald auch im Verein der Fall sein: Borussia Dortmund plant konkret eine Verpflichtung von Zieler im Sommer 2015!

Der Keeper von Hannover 96 besitzt bei den Niedersachsen zwar noch einen Vertrag bis 2017, doch hat er eine Ausstiegsklausel, die es ihm erlaubt, beispielsweise zu einem Topklub wie dem BVB zu wechseln. 96-Präsident Martin Kind hatte diese bestätigt. Spekuliert wird dabei über eine Summe zwischen sieben und neun Millionen Euro.

Für den BVB wäre der 25-jährige Nationalkeeper damit ein Schnäppchen und könnte in die Fußstapfen des 34-jährigen Weidenfeller treten.

Zieler selbst hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er perspektivisch nach mehr als Bundesliga-Mittelfeld strebt. "Was kommt, wird man sehen. Ich bin sehr ehrgeizig und deshalb möchte ich auch irgendwann einmal in einem großen Klub um Titel spielen", hatte der Torhüter bereits im Februar 2013 im Interview angekündigt.

Weidenfeller ist 34, die Zukunft gehört ihm nicht mehr. Zieler dagegen hat seine besten Jahre noch vor sich. Und ist ein deutscher Nationalkeeper zu haben, muss der BVB mit seinen Ambitionen über ihn nachdenken. Das ist das Mindeste. Finanziell wäre das Paket locker zu stemmen, für den Schlussmann selbst wäre der Wechsel nach Dortmund der erwünschte nächste Karriere-Schritt. Denn trotz der miserablen Situation in der Liga ist der BVB nachhaltig gut aufgestellt, um in den kommenden Jahren den Bayern Paroli zu bieten und in der Champions League zu spielen. Fraglich ist nur, ob es so clever ist, ihn bereits im kommenden Sommer zu holen. Eine Saison mit Weidenfeller und Zieler und möglicherweise ohne internationalen Wettbewerb würde Konfliktpotenzial bergen. Wenn die neue Konkurrenzsituation aber vielleicht sogar erwünscht ist, beträgt die Transfer-Wahrscheinlichkeit 85 Prozent!

Donnerstag, 13. November 2014

BVB hat polnischen Nationalspieler im Auge...

Borussia Dortmund kämpft in der Bundesliga mit der größten Krise der vergangenen Jahre. Schnellstmöglich will das Team von Trainer Jürgen Klopp den Weg aus dem Tabellenkeller in die oberen Regionen finden. Im Hintergrund plant Manager Michael Zorc den Kader der Zukunft.



Mit Sven Bender, Ilkay Gündogan, Nuri Sahin, Sebastian Kehl und Milos Jojic stehen Jürgen Klopp fünf Spieler für die Doppelsechs zur Verfügung. Auch Matthias Ginter kam auf dieser Position schon zum Einsatz, soll aber eher in der Innenverteidigung eingebaut werden. Nicht zu vergessen Oliver Kirch. Ganz so üppig wie sie auf den ersten Blick scheint, ist die Personaldecke aber nicht.

Sahin hat seit seiner Rückkehr von Real Madrid regelmäßig mit Verletzungen zu kämpfen, Jojic rennt seiner Form hinterher. Hinzu kommen Ilkay Gündogan und Sebastian Kehl, deren Zukunft beim BVB in den Sternen steht. Während der Ex-Kapitän eigentlich seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt hat, kämpft Gündogan aktuell darum, die Leistungsfähigkeit vergangener Tage zurückzuerlangen. Zudem läuft der Vertrag des Deutsch-Türken nur bis 2016. Im kommenden Sommer wäre ein Abschied also wieder Thema.

Michael Zorc tut also gut daran, den Markt nach möglichen Alternativen für das defensive Mittelfeld zu sondieren. Neben dem französischen Nationalspieler Morgan Scheiderlin vom FC Southampton hat der Manager offenbar auch ein Auge auf den polnischen Nationalspieler Grzegorz Krychowiak vom FC Sevilla geworfen.

Der 24-Jährige spielte in den vergangenen Jahren in Frankreich groß auf, im Sommer folgte dann sein Wechsel für 5,5 Millionen Euro nach Sevilla. Auch beim aktuellen Tabellenfünften überzeugt Krychowiak restlos. Neben dem BVB ist daher auch der FC Arsenal hinter dem spiel- wie zweikampfstarken Sechser her. Bei der Borussia dürfte die Personalie erst dann richtig heiß werden, wenn Kehl und Gündogan zum Saisonende tatsächlich wegfallen sollten.

Dienstag, 11. November 2014

Reus gibt Arsenal einen Korb...

Beim 1:0-Sieg des BVB vergangenen Sonntagabend gegen die bis dahin ungeschlagene Borussia aus Mönchengladbach stellte Marco Reus einmal mehr seine Extraklasse unter Beweis. Der deutsche Nationalspieler ist der Star im Dortmunder Kollektiv. Ein Abgang im Sommer würde die Schwarz-Gelben entsprechend beinhart treffen. Zumindest ein Interessent scheint nun aus dem Rennen.




42,5 Millionen Euro zahlte der FC Arsenal im Sommer an den FC Barcelona. Geld, das sich zu rentieren scheint. Denn im Gegenzug wechselte der Chilene Alexis Sánchez nach London. Bei den ‚Gunners‘ ist der 25-jährige Wirbelwind derzeit der überragende Akteur. Acht Tore erzielte der chilenische Nationalspieler in zehn Partien, dazu zwei in der Königsklasse. Dennoch – ein Alexis Sánchez scheint für Titel nicht zu reichen. Die Qualität im Team von Arsène Wenger ist zu heterogen.

Für wesentlich weniger als 42,5 Millionen würde Arsenal deshalb im Sommer nur zu gern Marco Reus von Borussia Dortmund loseisen. Angesichts der inflationären Marktpreise fast lächerlich anmutende 25 Millionen müssten die Interessenten für den 25-jährigen Superstar des BVB berappen, um ihn im Sommer von den ‚Schwarz-Gelben‘ loszueisen. Das Thema Reus hat sich für Wenger und die ‚Kanoniere‘ aber wohl erledigt, „weil er Titel gewinnen will“, so berichtet die englische ‚Sun‘.

Der letzte Meistertitel der Nordlondoner liegt über zehn Jahre zurück. Immerhin den FA Cup konnte Arsenal vergangene Saison ins Emirates holen. Das reicht dem deutschen Nationalspieler mitnichten. Meisterschaft und Champions League sollten es schon sein, entschließt sich der Offensivstar für einen Abschied aus Dortmund. Beim FC Bayern, der als Favorit auf eine Verpflichtung gilt, stehen die Chancen wesentlich besser. Das letzte Wort in der schleichenden Debatte ist aber längst nicht gesprochen.


Montag, 10. November 2014

Sokratis fällt zweieinhalb Wochen aus...



Glück im Unglück für Borussia Dortmund: Der Vizemeister muss etwa zweieinhalb Wochen auf seinen Abwehrspieler Sokratis verzichten. Der Grieche zog sich beim 1:0 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach einen unverschobenen, belastungsstabilen Wadenbeinbruch rechts zu. Das teilte BVB-Pressesprecher Sascha Fligge via Twitter mit. Sokratis könne in zweieinhalb Wochen beim Champions-League-Spiel beim FC Arsenal wieder eingesetzt werden.

Beim ersten Bundesliga-Sieg der Schwarz-Gelben seit Mitte September hatte Sokratis in der 82. Minute mit einem Foul an Gladbachs Andre Hahn einen Konter unterbunden.

Der Grieche wurde dabei von Hahns Knie an der eigenen Wade getroffen und musste humpelnd den Platz verlassen.

Kein Sokratis-Einsatz in Paderborn

Die Diagnose eines Wadenbeinbruchs folgte zweieinhalb Stunden nach dem Schlusspfiff - und ließ den BVB kurioserweise trotzdem durchatmen. Sokratis wird wohl nur ein Spiel verpassen, das er ohnehin von der Tribüne verfolgen muss.

Für die Aktion gegen Hahn sah der BVB-Verteidiger die Gelbe Karte - bereits seine fünfte in der laufenden Saison. Damit ist Sokratis für das nächste Spiel beim SC Paderborn am 22. November gesperrt.


Sonntag, 9. November 2014

Kramers Wahnsinns-Eigentor entscheidet das Borussen-Duell...



Dortmund hat das Ruder am Sonntagabend herumgerissen und das Duell der beiden Borussen-Teams mit 1:0 für sich entschieden. Nach einer überragenden ersten Halbzeit, in der der BVB ein Torschuss-Verhältnis von 15:0 gegenüber Mönchengladbach aufwies, aber entweder an der eigenen Abschlussschwäche oder am starken Keeper Sommer scheiterte, fiel der erlösende Treffer durch ein Wahnsinns-Eigentor von Kramer: Der Mittelfeldspieler der Gladbacher wollte den Ball aus 44 Metern zum Torwart zurückspielen, doch er überlupfte Sommer und musste zusehen, wie der Ball ins Netz flog. Dass der Erfolg der Klopp-Elf hochverdient war, war nach diesen 90 Minuten unstrittig. Die Gladbacher kamen erst Mitte der zweiten Halbzeit erstmals nach vorne und konnten in Rückstand liegend die BVB-Abwehr kaum in Gefahr bringen. Mit dem ersten Dreier nach sieben sieglosen Bundesligaspielen in Folge verlassen die Westfalen, die zu Spielbeginn Platz 18 inne hatten, wieder die Abstiegsränge.

Freitag, 7. November 2014

Wie Klopp sein Team aus der Krise führen kann?

Gala-Auftritte in der Champions League, Abstiegsgefahr in der Bundesliga: Borussia Dortmund wankt stark in seinen Leistungen, insgesamt verläuft die Saison für den BVB enttäuschend. Wie Klopp sein Team aus der Krise führen kann? 



Das sind 7 Tipps von Kübler an Jürgen Klopp und den BVB vor dem Bundesliga-Hit gegen Borussia Mönchengladbach an diesem Sonntag.


1. Aktive Emotionsregulierung: Häufig besteht bei Führungspersonen die Gefahr, dass man sich eine Krisensituation gar nicht zugestehen möchte. Dass man noch härter arbeitet - und es dabei übertreibt. Doch da muss man entgegenwirken. Im Fall von Jürgen Klopp heißt das: für eigene Entspannung sorgen, nicht nur an Fußball denken. Im Champions-League-Spiel gegen Galatasaray wirkte Klopp wesentlich ruhiger als sonst. Ein Fortschritt.


2. Tacheles reden, fokussieren und Sinn erzeugen: Ein Trainer sollte mit dem Team die Situation und die Konsequenzen reflektieren, also Fragen stellen: Warum spielen wir so, wie wir spielen? Welche Haltungen, Einstellungen und Glaubenssätze haben zu diesem Ergebnis geführt? Es geht darum, gemeinsam die limitierenden Faktoren zu erkennen - und diese dann zu eliminieren.


3. Szenarien durchdenken und eine Zielvision aufbauen: Eine Möglichkeit für den BVB könnte sein, in kleineren Schritten zu denken. Ein Spiel, ein Ziel: Zum Beispiel kein Gegentor im nächsten Spiel zu bekommen, oder selbst ein Tor in den ersten 20 Minuten zu erzielen. Eine gemeinsame Vision schafft Sinn und somit Motivation.


4. Verstärkte Kommunikation: Der Trainer sollte die Mannschaft noch stärker als bisher einbinden; vom Führungsteam (Sportdirektor etc.) Rückendeckung abholen, auch von (externen) Beratern Meinungen anhören, um die Krise zu bewältigen.


5. Auf Stärkenorientierung setzen, um positiv zu emotionalisieren: Raus aus der Falle negativer Gefühle - und hin zum positiven Denken. Das heißt aber nicht, dass man nur noch auf Offensivfußball setzt, nur über Emotionen kommt. Sowohl an den Stärken als auch an den Schwächen arbeiten, aber immer mit positiver Einstellung und im Bewusstsein der eigenen Qualität.


6. Innovation und Lernen nutzen: Lernen findet nur im "space between" statt, d.h. zwischen Bekanntem und Neuem. Eine Möglichkeit ist deshalb, ungewohnte Techniken oder Spielmuster zu testen, raus aus der Komfortzone (etwa durch neue Spielzüge oder neue Positionen der Spieler).


7. Herstellen und Wiederherstellen von Vertrauen und Respekt: Vertrauen über einen Wertedialog schaffen und fragen: Welche Werte tragen uns eigentlich? Im speziellen Fall eines Fußballclubs heißt das also: Auf öffentliche Kritik am Mitspieler und Trainer verzichten, den mannschaftsinternen Regelkatalog beachten.

Mittwoch, 5. November 2014

Internationale Pressestimmen zum Spiel...

Mit einem überzeugenden 4:1-Erfolg gegen Galatasaray Istanbul zieht Borussia Dortmund vorzeitig in das Achtelfinale der Champions League ein. Marco Reus sorgte mit seinem Treffer in der 39. Minute für die Pausenführung. Sokratis erhöhte in der zweiten Hälfte auf 2:0, ehe Gala zum 2:1-Anschlusstreffer durch Hakan Balta kam. Der eingewechselte Ciro Immobile machte aber kurze Zeit später alles klar. FussballTransfers hat die Pressestimmen aus dem In- und Ausland zusammengetragen.




Türkei

Hürriyet: Erneut der gleiche Alptraum: 4
„Galatasaray Istanbul konnte beim vierten Champions League-Gruppenspiel bei Borussia Dortmund keinen Sieg feiern und verliert 1:4. Dortmund erzielt somit zum zweiten Mal in Folge vier Tore gegen Galatasaray. Reus erzielte die Führung in der 39 Minute. Sokratis erhöhte in der 56. Minute. In der 74. Minute erzielte Immobile das 3:1 und schoss in der 85. Minute Semih zum 4:1-Endstand an. Das einzige Tor für Gala erzielte Hakan Balta in der 70. Minute.“

Haber7: Galatasaray bekommt wieder 4
„Galatasaray sammelte in den ersten vier Gruppenspiele der Champions League nur einen Punkt und muss 13 Gegentore hinnehmen. In der vergangenen Saison waren es nach sechs Spielen 14 Gegentore. Sollte Gala in den verbleibenden zwei Spielen vier Tore kassieren, stellen sie den Besiktas-Negativrekord aus der Saison 2000/01 ein.“

Fotomac: Beschwerdehotline: 444
„Die früheren europäischen Eroberer wurden in den Händen von Prandelli in der Champions League zum Durchschittsteam.Die Entscheidungen von Prandelli haben zu einer neuen Frustration auf europäischer Bühne geführt. Das schmerzhafte Resultat: 13 Gegentore in vier Champions League-Partien, drei geschossene Tore und der letzte Platz.“



Deutschland

Bild: Der affengeile Reus-Jubel
„So verrückt hat noch nie ein Fußballprofi auf Wechselgerüchte reagiert. Bild hatte enthüllt, dass England-Klub Manchester City Dortmunds Marco Reus (25) mit 13 Mio Jahresgehalt lockt. Auch Bayern beschäftigt sich mit dem Nationalspieler. Noch aber spielt Reus beim BVB, schießt seinen Klub beim 4:1-Sieg gegen Galatasaray Istanbul ins Achtelfinale der Champions League. Feiert danach sein Tor auf ganz besondere Art.“

Reviersport: Reus feiert mit dem 3-Affen-Jubel

„Der BVB behält international seine weiße Weste. Gegen lange schwach auftretende Gäste aus Istanbul feierte Dortmund den vierten Sieg im vierten CL-Spiel.“

Ruhr Nachrichten: 4:1 gegen Istanbul - BVB steht im Achtelfinale

„Schneller als je zuvor hat Borussia Dortmund in der Champions League die Qualifikation fürs Achtelfinale perfekt gemacht. Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel baute der BVB am Dienstagabend beim 4:1 (1:0) gegen Galatasaray Istanbul seine perfekte Bilanz weiter aus.“

WAZ: BVB steht nach 4:1-Erfolg im Achtelfinale

„Borussia Dortmund hat sich nach einem 4:1-Erfolg über Galatasaray vorzeitig für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Überschattet wurde die Partie von mehreren Pyro-Vorfällen.“

Süddeutsche Zeitung: Sokratis ist die Krise fremd

„Grimmig, aber sehr torgefährlich verrichtet der Grieche sein Tagwerk. Henrikh Mkhitaryan bleibt ein Rätsel - und Marco Reus wird an diesem Abend ausschließlich sportlich bewertet.“

FAZ: Die Dortmunder können es doch noch

„Das war Balsam auf die Seele der geplagten Dortmunder: Beim 4:1-Sieg über Galatasaray zeigt der BVB alte Tugenden – und lässt die Fans hoffen, dass auch in der Bundesliga bald alles wieder gut wird.“

Die Zeit: Dortmund steht im Achtelfinale

„Nach vier Siegen in vier Spielen ist Dortmund bereits für die nächste Runde qualifiziert. Auch Leverkusen hat dank Heung-Min Son beste Chancen aufs Weiterkommen.“

kicker: Immobile beseitigt die Zweifel

„Borussia Dortmund bleibt in der Champions League eine Klasse für sich. Durch ein verdientes 4:1 gegen Galatasaray Istanbul machten die in der Bundesliga wankenden Westfalen den Einzug in die Runde der letzten 16 klar - und dies so früh wie nie zuvor. In einer Phase, als der Erfolg der Schwarz-Gelben etwas wackelte, konnten sich diese auf ihren eingewechselten Neu-Stürmer verlassen.“

Sport Bild: BVB-Gala gegen „Gala“ – Sorge um Bender
„In der Bundesliga ein rätselhafter Problemfall, in der Champions League weiter ohne Fehl und Tadel: Borussia Dortmund gewann auch das dritte Gruppenspiel souverän mit 4:0 (3:0) beim türkischen Rekordtitelträger Galatasaray Istanbul und steht mit einer makellosen Bilanz von neun Punkten bei 9: 0-Toren vor dem erneuten Einzug ins Achtelfinale. Schon im Rückspiel am 4. November könnte der BVB das angestrebte Überwintern in der Königsklasse perfekt machen.“



England

The Guardian: BVB erreicht K.O.-Runde mit leichtem Sieg gegen Galatasaray

„Borussia Dortmund schüttelt die schwache Form aus der heimischen Bundesliga ab, fegte über Galatasaray mit einem 4:1-Sieg hinweg und erreichen trotz zwei ausstehender Spiele entspannt die Runde der letzten 16 in der Champions League.“



Spanien

Marca: K.O.-Sieg für Dortmund
„Borussia Dortmund sichert den Einzug in die zweite Runde der Champions League mit einem 4:1-Sieg gegen Galatasaray. Einen Abend lang sind die schwachen Ergebnisse in der Bundesliga vergessen, die dem BVB einen Abstiegsplatz bescherten.“